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ThinkPad aus Reparatur zurück

Als ich mein defektes ThinkPad am Montag bei der Post abgab, wurde darauf hingewiesen, dass es erst am Dienstag verschickt werde.

[Photo: Fettiger ThinkPad-Deckel vor Reparatur] Der Kundenservice von IBM hatte die Reparaturzeit mit vier bis sieben Tagen ab Ankunft angegeben, was ich für eine recht optimistische Schätzung hielt. Ich hatte mir vorgenommen, mich über eine Ankunft in der nächsten Woche zu freuen, eine Ankunft bis zum Samstag nächster Woche kommentarlos zu akzeptieren und mich ansonsten nach dem Verbleib zu erkundigen.

Mein ThinkPad ist bereits heute zurück gekommen, repariert und wieder voll funktionsfähig. Laut Lieferschein ging es am 13. ein und wurde am 14. verschickt, auch die Post hat also anständig gearbeitet.

Bei der CSG Computer Service GmbH (man beachte die fehlenden Bindestriche) im Repair- und Logistic-Center Heppenheim (man bewundere die Bindestriche) beschreibt man die ausgeführten Tätigkeiten mit: LCD Front Bezel getauscht. Übersetzt: Anstatt lediglich einen neuen Lid-Switch-Pin ans Display zu pappen, wurde die gesamte Display-Verkleidung gewechselt.

[Photo: Sauberer ThinkPad-Deckel nach Reparatur] Auch Vorher-Nachher-Bilder des Deckels sprechen dafür, die Fettflecken sind verschwunden.

Gekostet hat mich der Spass nur die Versandkosten.

Das installierte FreeBSD wurde bei der Reparatur nicht angetastet; wenn man nach den Logs geht, wurde es noch nicht mal gebootet. Sehr anständig.

Bewertung

Zusammen mit dem Lieferschein lag eine Reparaturbeurteilung im Paket, es wird darum gebeten, vier Fragen zu beantworten und den Service zu bewerten. Die Fragen sind:

Der Zettel enthält Postanschrift, Fax- und Telefonnummer, allerdings keine E-Mail-Adresse. Eine direkte Antwort wird es von mir daher nicht geben, Fax habe ich keines, Telefon benutze ich nur in Notfällen.

Die erste Frage trifft auf meinen Fall nicht zu, oder ich verstehe sie nicht.

Die zweite Frage muss ich verneinen, der Laptop kam sauberer zurück. Auch das Display wurde entstaubt, möglicherweise musste es beim Wechsel der Verkleidung entfettet werden. Wenn man seitlich auf das Display schaut kann man Spuren erkennen, die sich aber abwischen lassen. Vielleicht sind es Klebereste, auf jeden Fall nichts dramatisches.

Zubehör habe ich keines eingeschickt, auch den Akku habe ich hier behalten.

Gewartet habe ich inklusive Sende- und Ankunftstag fünf Tage.

Bei der Abschlussbewertung mit Schulnoten zwischen eins und fünf (in welchem Land sind das Schulnoten?), würde ich eine zwei vergeben, möchte meinen Ruf als kritischer Mensch ja nicht auf's Spiel setzen.

Zur Perfektion fehlten Bindestriche im Firmennamen, Mailbenachrichtigungen bei Ankunft und Versand, eine Tätigkeitsbeschreibung in deutsch (bezel musste ich nachschlagen), ein streifenloses Display sowie die freiwillige Erstattung des Portos.

Das der Pin überhaut abgefallen ist, bleibt unverzeihlich. Die gewählte Konstruktion scheint die dümmstmögliche zu sein, nach wie vor halte ich eine verdeckte Lösung für robuster.

Die Reparatur verlief dennoch deutlich besser als erwartet.